Aktuelle Nachrichten

20.11.2016 - IGN Rundbrief für die Gemeinde Egestorf

Die Antwort auf die Kampagne der HWW im Egestorfer Gemeindeblatt


Der nachfolgende IGN-Rundbrief wurde jetzt an alle Haushalte der Gemeinde Egestorf verteilt.
Er stellt klar, worum es bei der Grundwasserentnahme in der Nordheide wirklich geht.
Hoffen wir, dass die "Wassernebel" im Egestorfer Gemeindeblatt damit aufgelöst werden konnten.

Hier finden Sie den Rundbrief der IGN:
 



IGN-Rundbrief für Egestorf ...



20.10.2016 - Der Radenbach in Undeloh fällt trocken

Das nächste Gewässer im Entnahmegebiet der HWW droht auszutrocknen


Wir beobachten es an der Toppenstedter Aue, am Wehlener Moorbach, an der Este und jetzt auch am Radenbach in Undeloh.
Unsere kleinen Bäche fallen trocken. Vermutlich werden die HWW sagen, dass liegt am trockenen Sommer oder Winter - jedenfalls nicht an den Brunnen der HWW.

Wir stellen fest: Seit Hamburg Wasser aus der Nordheide nach Hamburg pumpt, nehmen diese "Phänomene" zu.
Wir glauben nicht, dass es nur der trockene Sommer ist, der unseren Bächen so zusetzt.
Wir glauben, dass die flächendeckende Absenkung des Grundwasserspiegels mindestens mitschuldig ist.

Wir fordern daher weiterhin eine stärkere Reduzierung der Fördermenge im WW Nordheide.


Radenbach 1


10.10.2016 - Wasserthema im Egestorfer Gemeindeblatt

IGN kritisiert einen Beitrag der Prof. Rutz Communications GmbH im Egestorfer Gemeindeblatt


Mit großer Verärgerung hat der Vorstand der IGN einen Beitrag zum Thema Hamburg Wasser in dem halb-offiziellen Gemeindeblatt der Gemeinde Egestorf vom Oktober 2016 zur Kenntnis genommen. Offensichtlich wird hier Meinung zugunsten der HWW gemacht, und dass in einer Broschüre, die aufgrund ihres Titels und ihrer Inhalte den Eindruck vermittelt, dass die Gemeinde Egestorf dafür verantwortlich wäre.


Bürgermeister Marko Schreiber hat auf Nachfrage erklärt, dass die Gemeinde Egestorf nicht hinter diesem Artikel steht und auf die Einwendung der Gemeinde Egestorf gegen die Wasserentnahme hingewiesen, die Egestorf im Verbund mit vielen anderen Gemeinden in der Nordheide formal im aktuellen Bewilligungsverfahren erhoben hat. Der mit MR gezeichnete Artikel ist ohne Wissen des Bürgermeisters im Egestorfer Gemeindeblatt veröffentlicht worden.


Im Übrigen ist Herausgeber des Egestorfer Gemeindeblattes die Prof. Rutz Communications GmbH, die seit Jahren im Auftrag der Hamburger Wasserwerke für eine bessere Akzeptanz der Grundwasserförderung in der Nordheide arbeitet. Diese Firma ist also nicht neutral unterwegs, sondern als Anwalt der Hamburger Interessen an unserem Heidewasser.


Die IGN wird in Kürze darauf reagieren und der Egestorfer Bevölkerung die Faktenlage aus unserer Sicht vorstellen.


Hier finden Sie den Artikel im Egestorfer Gemeindeblatt:
 



Egestorfer Gemeindeblatt Oktober 2016 ...


26.09.2016 - Kreistag tagt zum Thema Heidewasser

IGN ruft zur Teilnahme an der Kreistagssitzung am 26.09.2016 ab 14.00 Uhr in Nenndorf auf


Im unten stehenden Beitrag haben wir die geplante Vorgehensweise des Kreistages und der Kreisverwaltung  zum Thema Heidewasser vorgestellt. Am Montag, den 26. September 2016, wird das Thema im Kreistag in Nenndorf (Böttchers Gasthaus an der B 75 Bremerstrasse 44) besprochen und abgestimmt.


Völlig unverständlich ist, dass dieser Tagesordnungspunkt ganz nach hinten auf Platz 32 gesetzt wurde.
Bei normalem Kreistagsverlauf wird der TOP dann wohl erst zwischen 16.00 Uhr und 17.00 Uhr drankommen.

Wir fordern als IGN eine nachhaltige Reduzierung der Fördermenge und keinen Stufenplan von 12,1 Mio. m³ auf 17,8 Mio. m³ ohne Beteiligung der Öffentlichkeit. Wir haben daher maßgebliche Kreistagspolitiker gebeten, der Verwaltungsvorlage nicht zuzustimmen.

Bitte kommen Sie am Montag, den 26.09. 2016, ab 14.00 Uhr oder später  nach Nenndorf und unterstützen Sie die IGN!

Hier die Tagesordnung der Kreistagssitzung:
 



Kreistagssitzung am 26.09.2016 ...


16.09.2016 - Kreisumweltausschuss gibt Tendenz für wasserrechtlichen
                    Zulassungsbescheid vor

IGN ist mit der bisherigen Entwicklung nicht einverstanden und bereitet sich auf ein Klageverfahren vor.


Einige Monate nach der Erörterungstermin gibt die Kreisverwaltung jetzt im Rahmen einer Umweltausschusssitzung die Eckdaten für die künftige Genehmigung der Wasserentnahme bekannt. Danach sollen zügig 12,1 Mio. m³  (von den beantragten 18,4 Mio. m³ ) per gehobener Erlaubnis für 30 Jahre genehmigt werden.

In der Brunnenfassung West (Wesel, Welle, Handeloh) werden 0,6 Mio m³ weniger gefördert (5,9 statt 6,5 Mio, m³). Die Förderung hier wird uU noch weiter verringert, wenn weitere Prüfungen ergeben sollten, dass die Este durch die Wasserentnahme in einen schlechteren Zustand kommen würde.

In der Brunnenfassung Schierhorn (geplant 1,8 Mio. m³) wird zunächst nicht gefördert. Hier fehlen noch sehr viele Unterlagen und Prüfungen.

In der Brunnenfassung Ost (Hanstedt, Garlstorf, Salzhausen) werden zunächst nur 6,2 statt 10,1 Mio.m³ genehmigt. Der Landkreis hält sich bedeckt, warum diese Reduzierung in dieser Größenordnung zu Anfang des neuen Förderzeitraumes.

Soweit so gut - bliebe es bei den 12,1 Mio. m³ wäre das eine Fördermenge, die ziemlich nah an unserer Forderung nach Reduzierung auf 11,4 Mio. m³ liegen würde. Der Landkreis möchte aber in die Nebenbestimmungen der Zulassung einen Passus einbringen, dass die 12,1 Mio. m³ bis auf max. 17,8 Mio m³ erhöht werden können, wenn die HWW die Unbedenklichkleit dieser Mehrmengen nachweisen kann. Diese stufenweise Erhöhung der Fördermenge in der Zukunft würde dann allerdings ohne öffentliche Beteiligung allein durch die Untere Wasserbehörde angeordnet werden. Und das ist nun aber überhaupt nicht hinnehmbar und wird dazu führen, dass wir den Zulassungsbescheid rechtlich überprüfen lassen und insbesondere die Übereinstimmung mit europäischen Richtlinien (FFH und WRRL sind da die Stichworte) prüfen lassen.

Im Moment gibt es:
- noch keine vollständige FFH-Prüfung,
- keine Aussagen zur Vereinbarkeit mit den Wasserrahmenrichtlinien der EU,
- kein abgestimmtes Beweissicherungskonzept,
- keine Antworten auf die Einwendungen der fast 3000 Einwender und
- keine vollständigen Untersuchungen zur Brunnenfassung Schierhorn.
Mit anderen Worten - es fehlen viele grundlegende Unterlagen zur abschließendenn Genehmigung.

Zur Einordnung: Nicht die Kreistagspolitik genehmigt die Wasserentnahme, sondern die Untere Wasserbehörde in der Kreisverwaltung. Zugesagt wurde uns, dass noch bis Ende des Jahres weitere Ergebnisse der Untersuchungen mit den Einwendern besprochen werden. Warten wir mal ab. Leider hat die Kreistagspolitik im Umweltausschuss mit knapper Mehrheit der CDU/WG das Vorgehen der Verwaltung gebilligt. Der Kreistag entscheidet dazu Ende September.

Wir werden jetzt ganz unaufgeregt die weiteren Schritte der Unteren Wasserbehörde begleiten aber parallel schon die rechtlichen Möglichkeiten nach Veröffentlichung des Zulassungsbescheides sondieren.

Hier die Unterlagen aus dem Kreisumweltausschuss:

Kreisumweltausschuss ...


Winsener Anzeiger ...  

Hamburger Abendblatt ...

Nordheide Wochenblatt ...



09.04.2014 - Mitgliederversammlung 2014 der IGN in Wörme

Etwa 30 Mitglieder und Gäste konnte Karl-Hermann Ott zur diesjährigen Mitgliederversammlung in Wörme auf dem Hof Kröger begrüßen.


Karl-Hermann Ott - 1. Vorsitzender der IGN - wies daraufhin, dass die IGN nun schon seit 35 Jahren (1979) die Grundwasserförderung der Hamburger Wasserwerke in der Nordheide kritisch begleite. Einige der anwesenden Mitglieder seien schon seit dieser Zeit als Wasserschützer dabei.

Gerhard Schierhorn - Pressesprecher der IGN - erläuterte die wesentlichen Ereignisse im vergangenen Jahr und bewertete den 2012 eingeleiteten Dialogprozess mit Hamburg Wasser. "Aus unserer Sicht hat sich der Dialog mit Hamburg Wasser gelohnt, führte Schierhorn aus. Einige Punkte - so insbesondere ein gemeinsames Verständnis dafür, wie eine möglichst umweltverträgliche Brunnenfahrweise zu realisieren sei - sind gut vorangekommen."

Über die zukünftige Fördermenge im WW Nordheide gibt es allerdings keine Übereinstimmung. Die IGN hält die z.Zt. in der Diskussion stehende Fördermenge von durchschnittlichn 16,4 Mio. cbm/Jahr (18,1 Mio. cbm/Jahr in der Spitze) für zu hoch. "Bei dieser Fördermenge kann die Brunnengalerie West rund um das Naturschutzgebiet Lüneburger Heide (im Raum Wesel, Handeloh, Welle) nicht genügend entlastet werden", meint Gerhard Schierhorn.

Für die nachhaltige Konfliktlösung im Streit um das Heidewasser hatte sich die IGN eine Stiftungslösung gewünscht. Dies hat sich nicht durchsetzen lassen. Nach den letzten Aktivitäten der Landesregierung in Hannover zeichnet sich aber die Bildung eines "Heidewasserfondes" ab, der parallel zu der bereits existierenden landwirtschaftlichen Kooperation Maßnahmen zum besseren Grundwasserschutz, Schutz und Regenerierung von Feuchtgebieten und Konfliktlösungen in Einzelfällen ermöglichen soll.

Nach dem Sachstandsbericht durch Gerhard Schierhorn wählte die Mitgliederversammlung den bestehenden Vorstand für ein weiteres Jahr.

Charts zur Mitgliederversammlung ...




25.02.2014 - Große Anfrage der CDU-Fraktion im Hamburger Senat zur Trinkwasserförderung und Grundwasserschwankungen

Einige interessante Daten und Fakten bietet die Beantwortung einer Großen Anfrage der CDU-Fraktion im Hamburger Senat aus dem Februar 2014.

Die Anfrage kann hier heruntergeladen werden:

Große Anfrage CDU-Fraktion im HH Senat ...



09.10.2013 - 500 km Inline Skating gegen Wasserentnahme

„Von der Ostsee an den Heidesee“ -  Jan Prüssing-Peters läuft auf Inline-Skatern von Fehmarn bis zum Heidesee in Holdorf (ca. 500 km) um gegen überhöhte Wasserentnahmen in Holdorf zu protestieren

Start in Großenbrode: Inline-Sportler Jan Prüßing-Peters.  

Am Montag,den 7.10.2013,  um 11.30 Uhr war Jan Prüssing-Peters (Schüler, 19 Jahre alt) in Großenbrode (Fehmarn) mit seiner Skater-Tour gestartet, am Mittwoch traf er in Bispingen ein und nutzte die freie Zeit am Nachmittag zum Meinungsaustausch mit dem IGN-Vorsitzenden Karl Hermann Ott vor Ort im Entnahmegebiet des Wasserwerkes Nordheide.

 

An der Schmalen Aue in Sahrendorf nahmen beide die Auswirkungen der Wasserentnahme der Hamburger Wasserwerke auf die Aue in Augenschein. Ott erläuterte die fehlenden Wassermengen in der Aue und in anderen Fließgewässern des Entnahmegebietes bis hin zu zeitweiligem Austrocknen von Bächen im Naturschutzgebiet.  Jan informierte sich ausführlich über das Vorgehen der IGN im Wasserstreit mit Hamburg. Das Grundwasser als unverzichtbarer Bestandteil des Naturhaushaltes werde in beiden  Wasserentnahmegebieten nicht ausreichend gewürdigt lautete das gemeinsame Fazit. 

Für die Zukunft wurde ein enger Informationsaustausch vereinbart. 

 

Am Donnerstag führt ihn die Strecke weiter nach Verden/Aller und dann über Ahlhorn nach Holdorf – dem Zielort. Hier will der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) die bestehende Wasserentnahme noch mal auf 5,5 Mio. cbm/Jahr steigern, obwohl schon bei der bisherigen Grundwasserförderung der Grundwasserspiegel um 2 m abgesunken ist. Trockengefallene Bäche und Eichen waren die Folge.

Mehr zur Wasserentnahme in Holdorf hier: IGUVW

 


01.10.2013 - Anhörung im niedersächsischen Landtag

Am Montag, den 30.09.2013, hat die IGN im Umweltausschuss des Landtages zum geplanten Verwaltungsabkommen Hamburg - Niedersachsen ein Statement abgegeben.

Das Statement können Sie hier nachlesen:

:

Anhörung Landtag zur Verwaltungsvereinbarung HH-NDS



25.09.2013  - Review Dialogprozess mit Hamburg Wasser!

Der Vorstand der IGN hat den Mitte 2012 begonnenen Dialogprozess der Hamburg Wasser mit den Stakeholdern in der Nordheide einem Reviewprozess unterzogen. 

Unsere Einschätzungen mit Stand August 2013 können Sie sich hier anschauen:


Review Dialogprozess August 2013



24.05.2013 - Wasser sparen ist ökologischer Schwachsinn?

Anläßlich der Vorstellung der Geschäftsberichtszahlen der HWW für 2012 hat die neue kaufmännische Leiterin von Hamburg Wasser, Frau Natalie Leroy, in einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt einige bemerkenswerte Statements abgegeben:

Wasser sparen sein ökologischer Schwachsinn. Sie forderte die Hamburger auf, mehr Wasser zu verbrauchen. 

Den vollständigen Artikel im HA können Sie hier nachlesen: 


HA vom 24.05.2013

Frau Leroy sollte sich einmal die Gesetzeslage anschauen. Sowohl im Wasserhaushaltsgesetz des Bundes wie auch des Landes Niedersachsen ist der sparsame Gebrauch von Wasser gesetzlich vorgeschrieben. Aus Sicht der Ökologie sind es gerade die Feuchtgebiete mit hohen Grundwasserständen, die wertvoll und schützenswert sind. Das gilt besonders für die Nordheide, da wir mit den weiten Heideflächen sehr trockene Landschaftsbereiche in großer Fläche haben. Der Landschafts- und Erholungswert der Nordheide wird durch die Kombination dieser trockenen Landschaftsbereiche mit feuchten Wiesen, Mooren und Auewäldern und einem hier insgesamt hohen Grundwasserstand erst nachhaltig wertvoll und interessant für Mensch und Tier.

Steigende Grundwasserstände in Hamburg sind schon seit einigen Jahren bekannt; die IGN drängt daher auch bei jeder Gelegenheit darauf, dieses Grundwasserdargebot auf dem Hamburger Stadtgebiet besser zu nutzen und die Fördermenge in der Nordheide zu reduzieren.

 

24.05.2013 - Geschäftsbericht Hamburg Wasser für 2012

Hamburg Wasser ist weiterhin ein sehr erfolgreich geführter Betrieb und macht dem Hamburger Senat in finanzieller Hinsicht viel Freude. Im Geschäftsjahr 2012 wurden im Teilbereich Hamburger Wasserwerke folgende Ergebnisse erzielt:

Umsatz:                           217,6 Mio. €   (davon 194,3 aus der Trinkwasserversorgung)

Gewinn:                             30,1 Mio. €   (wird an die Stadt Hamburg abgeführt)

Konzessionsabgabe:         31,3 Mio. €   (wird an die Stadt Hamburg abgeführt)

Wasserentnahmeentgelt:  ca. 3 Mio. €    (anteiliger Betrag für die Stadt Hamburg)


Der Hamburger Senat freut sich also über insgesamt rund 64 Mio. €, die von den Hamburger Wasserwerken im Gj. 2012 in den allgemeinen Einnahmetopf der Stadt fliessen - dies entspricht etwa 30% der Umsatzerlöse. Diese Abführungen sind seit vielen Jahren in der Höhe stabil.

Der Wasserverbauch im Versorgungsbereich von Hamburg Wasser ist um 0,5 Mio. cbm/a von 108,1 Mio. cbm/a auf 107,6 Mio. cbm/a zurückgegangen. Hamburger Wasser prognostiziert weiter sinkende Wasserabgaben (daher wohl auch der flammende Appell von Frau Leroy - s.o.). Die Anzahl der versorgten Einwohner ist dabei sogar leicht von 2,05 Mio. auf 2,08 Mio. Einwohner gestiegen.


Hier der vollständige Geschäftsbericht zum Nachlesen:   GB HW 2012

Wir freuen uns sehr, das Hamburg Wasser durch seinen Vorstandsvorsitzenden Herrn Dr. Beckereit in Sachen "Fracking" und EU-Dienstleistungsrichtlinie unsere Forderungen unterstützt.



13.04.2013 - Kein Fracking in der Heide

Der Runde Tisch für Natur-, Umwelt- und Tierschutz Buchholz lädt zu einer Informationsveranstaltung zum Thema Fracking ein.

Samstag, den 13.04.2012, um 15.00 Uhr in Lim´s Sportbar Holzweg 6 (beim Schwimmbad) in Buchholz

Vertreter der BI "Frack-loses Gasbohren " aus dem LK Rotenburg werden referieren.

Mehr Info von der BI hier: BI "Frack-loses Gasbohren"





08.04.2013 - Bericht von der MV der IGN am 8. April in Wörme

Mehr als 50 Besucher fanden sich am Abend auf dem Hof Wörme in Wörme zur diesjährigen Mitgliederversammlung der Interessengemeinschaft Grundwasserschutz Nordheide e.V. ein. 

Kreistagsabgeordnete, Gemeindepolitiker, Naturschützer, Forst- und Teichwirte sowie Vertreter von kommunalen Wasserwerken und interessierte Bürger aus dem Landkreis Harburg waren gekommen, um sich über den aktuellen Stand der Grundwasserentnahme in der Nordheide, aber auch zu „Fracking“ und Privatisierungstendenzen in der Wasserversorgung zu informieren.

 

Hausherr und stellv. IGN-Vorsitzender Klaus-Detlef Kröger (Wörme) begrüßte die zahlreichen Gäste und verwies auf die Betroffenheit als Land- und Teichwirt mitten in der Entnahmeregion West des Wasserwerkes Nordheide. Vorsitzender Karl Hermann Ott (Hanstedt) führte die Versammlung in den inhaltlichen Teil des Abends ein und wies darauf hin, dass seit Mitte 2012 ein intensiver Dialog mit Hamburg Wasser begonnen hat, der helfen soll, schon vor der nächsten wasserrechtlichen Genehmigung eine umweltverträglichere Wasserentnahme abzustimmen.

 

In einem längeren Vortrag erläuterte IGN-Pressesprecher Gerhard Schierhorn (Hanstedt-Schierhorn) die aktuellen Themen im Wasserrechtsstreit mit Hamburg. Er begrüsste die Gespächsrunden mit Hamburg Wasser und brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass schon vor dem Ende 2013 zu erwartenden, neuen wasserrechtlichen Antrag der HWW wesentliche Eckpunkte einer umweltverträglichen Wasserentnahme vereinbart werden könnten. Für ein eng umgrenztes Gebiet im Bereich Wesel soll dazu im Herbst 2013 eine gemeinsame Computersimulation mit einem Grundwassermodell getestet werden.

 

Kritisch ging Gerhard Schierhorn mit dem jüngst veröffentlichten Plänen des Landtagsabgeordneten Heiner Schönecke zum „Generalplan Heidewasser“ um.

 

Die Beteiligung von Hamburg Wasser über den bestehenden Wasserpfennig hinaus sei zwar eine gute Sache, die Umsetzung über die Naturschutzstiftung des Landkreises Harburg und die bestehende Kooperation Nordheide allerdings sehr kritisch zu sehen.

 

Schierhorn stellte ein eigenes Modell einer „Stiftung Wasser für das Leben“ vor und betonte:

 

Diese Stiftung soll neben der gut funktionierenden Kooperation Nordheide, die sich aus dem Wasserpfennig finanziert, aufgebaut werden und speziell Grundwasser- und Naturschutzprojekte im Landkreis fördern und Konfliktthemen aus den Wasserförderungen im Landkreis unbürokratisch mildern. Neben den Zustiftungen von Hamburg Wasser sollen auch die anderen Wasserförderer im Landkreis Harburg auf freiwilliger Basis einen Beitrag für die Stiftung leisten.

 

Schierhorn dazu: „ Wir haben im Landkreis Harburg mit Hamburg Wasser, dem Wasserbeschaffungsverband und künftig auch mit dem Beregnungsverband drei große Wasserentnehmer, die wir alle in die Verantwortung nehmen müssen. Hamburg Wasser kann über eine Verwaltungsvereinbarung zwischen Hamburg und Niedersachen gezielt zustiften, aber im Grundsatz erwarten wir von allen Wasserförderern im Landkreis Harburg einen kleinen Beitrag (25% des Wasserpfennigs wären eine Richtgröße)  für die nachhaltige Sicherung der lebenswichtigen Ressource Grundwasser.“

 

Ein weiterer Vorteil dieser Stiftungsneugründung „Wasser für das Leben“ wäre, dass bestehende Gesetze zur Verwendung des Wasserpfennigs nicht angetastet werden müssen. Die Trinkwasserkooperation Nordheide könnte unverändert ihre gute Arbeit fortsetzen und Interessen der Landwirtschaft wahrnehmen. Es gäbe keine Verteilungskonflikte zwischen Naturschutzprojekten und Landwirtschaftsprojekten, weil unterschiedliche Förderwege gebildet werden.

 

Die IGN wird Ihr Stiftungsmodell jetzt aktiv in die politischen Gremien des Landkreises und des Landes Niedersachsen kommunizieren.

 

Zum Abschluss der Veranstaltung wurden Neuwahlen zum Vorstand erforderlich.

 

Der langjährige Kassenwart der IGN, Gerd Thormählen aus Holm Seppensen (mittlerweile 82 Jahre alt), ist schwer erkrankt und wird künftig durch den bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden Klaus Detlef Kröger ersetzt. In Anerkennung seiner langjährigen, ehrenamtlichen Tätigkeit für den Grundwasserschutz wird Gerd Thormählen die Ehrenmitgliedschaft der IGN zuerkannt.

 

Für den vakanten stellvertretenden Vorsitz wurde einstimmig Wolfgang Kröger, Juniorchef der Forellenzucht Kröger in Wörme, gewählt.

 

Karl Herrmann Ott (Hanstedt) bleibt erster Vorsitzender der IGN und auch Gerhard Schierhorn wird die Pressesprecherfunktion weiter ausüben.

Vorstand

 

(Bildanlage: von links nach rechts: Gerhard Schierhorn, Karl Hermann Ott, Wolfgang Kröger, Klaus Detlef Kröger)




Hier die Charts von der Mitgliederversammlung:

http://ign-hanstedt.de/IGN_MV_04_2013




24.03.2013 - Einladung zur MV der IGN am 8. April um 20.00 Uhr auf dem Hof Kröger in Wörme

Hiermit laden wir Sie sehr herzlich zur diesjährigen Mitgliederversammlung der IGN ein.
Im abgelaufenen Jahr hat sich einiges ereignet - der Vorstand wird berichten.
Weiterhin stehen obligatorisch Neuwahlen an.

Hier die Tagesordnung:

http://ign-hanstedt.de/Einladung MV_2013




6.03.2013 - Gesetzentwurf zum sogenannten "Fracking" ist unzureichend
Bitte sammeln Sie Unterschriften gegen "Fracking"

Die Bundesregierung plant ein Gesetz zur Regelung des sogenannten "Fracking". Danach soll Fracking nur in Trinkwasserschutzgebieten verboten werden. Die unterirdischen Grundwasserströme machen aber an der Grenze des Trinkwasserschutzgebietes nicht halt. Die im Zuge des Frackings eingesetzten Chemikalien und die "Sprengungen" in großen Tiefen verunreinigen das Grundwasser auf großen Flächen.

Bitte stimmen Sie mit Ihrer Unterschrift gegen Fracking in Deutschland und damit für die langfristige Sicherung der Grundwasservorkommen als Trinkwasserrreserve für uns und unsere nachfolgenden Generationen.

Hier können Sie eine Unterschriftenliste downloaden:

http://ign-hanstedt.de/Fracking Unterschriftenliste

Weitere Infornationen zu Fracking unter anderem bei folgenden Webadressen:

Campact

BI gegen Fracking

Umweltbundesamt



2.02.2013 - IGN entschieden gegen EU-Pläne zur Privatisierung der Wasserversorgung

Auf europäischer Ebene wird bereits seit Jahren unter dem Stichwort „Dienstleistungs-konzessionen“ an einer Privatisierung und Liberalisierung der Wassermärkte gearbeitet. Aktuell wird im Rahmen der Konsolidierung nationaler Haushalte von der EU Druck auf  Portugal und Griechenland ausgeübt, durch Verkauf bisher kommunal betriebener Wasserversorgungseinrichtungen an private Unternehmen die jeweilige Haushaltssituation zu verbessern.
 
Wir meinen: Trinkwasserversorgung ist eine Aufgabe der kommunalen Daseinsvorsorge und daher vor Ort in kommunaler Hand, wahrgenommen durch kleine eigenständige Wasserwerke und durch kommunale Wasserbeschaffungsverbände, optimal aufgehoben. Die hervorragende Qualität und Verfügbarkeit des Lebensmittels Nr. 1  im Landkreis Harburg und letztlich im gesamten Bundesgebiet zeigt, dass diese Form der Trinkwasserversorgung nicht in Gefahr gebracht werden darf.

Europaweite Ausschreibungen von Wasserförderungslizenzen und damit einhergehende Privatisierungen der Wasserversorgung würden das Allgemeingut Trinkwasser endgültig zur Handelsware degradieren und gravierende ökonomische und ökologische Probleme verursachen. Zu befürchten ist, dass in diesem Fall:

-    Die Wasserförderung weiter zentralisiert wird und Grundwasserentnahmegebiete wie die Nordheide mit
     noch höheren Wasserentnahmen (und den Folgen von Grundwasserabsenkungen) zu kämpfen hätte,
-    Überregional tätige, private Unternehmen in Konkurrenz zur örtlichen Landwirtschaft und zu örtlichen
      Wasserwerken Wasserentnahmerechte beantragen und damit die Eigenversorgung im Landkreis
      gefährden.
-    Weitere Fernwasserleitungen gebaut würden, die dazu führen, dass große Wassermengen nicht vor
      Ort als gereinigtes Abwasser verbleiben, sondern in völlig andere Gebiete abtransportiert werden.
-    Wasserpreise für den Verbraucher durch die Gewinnorientierung privater Unternehmen steigen
      werden.
-    Umwelt- und Naturschutzbelange bei der Grundwasserförderung als „Kostenfaktor“ nicht ausreichend
      berücksichtigt werden.

Aktuell ist im Landkreis Harburg  mit dem Mix aus kleinen, kommunalen Wasserwerken und dem kommunalen Wasserbeschaffungsverband Harburg (Hittfeld) eine sehr gute Trinkwasserversorgungsstruktur vorhanden. Dennoch müssen wir die Entwicklung auf europäischer Ebene sehr ernst nehmen und entschieden gegen die EU-Pläne zur Privatisierung der Trinkwasserversorgung vorgehen. Wir erinnern daran, dass:
    

-    Trinkwasser ist kein „Markt“, der von der EU geregelt werden muss.
-    Trinkwasser ist ein unverzichtbares Lebensmittel wie die Luft, die wir atmen.
-    Trinkwasser kann daher nicht mit denselben Instrumenten wie Energie, Telekommunikation oder andere Versorgungsbereiche reguliert werden.
-    Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel und muss stets in ausreichender Menge, guter Qualität und zu günstigen Preisen für alle EU-Bürger verfügbar sein.
-    Trinkwasser ist daher nur im Rahmen einer kommunalen Daseinsvorsorge vorstellbar.

Karl Hermann Ott (Vorsitzender der IGN):
„Wir lehnen die weitere Privatisierung der Trinkwasserversorgung entschieden ab und treten konsequent für eine dezentrale und kommunale Trinkwasserversorgung ein. Es kann nicht sein, dass in 20 Jahren ganz Europa von 20 großen privaten Wasserversorgungsunternehmen abhängig wird.

Wir fordern Politik und Wasserverwaltung auf allen politischen Ebenen auf, diesen Plänen aus Brüssel einen Riegel vorzuschieben!“


Verschiedene Zeitungen - u.a. das Nordheide Wochenblatt - berichten:

http://ign-hanstedt.de/Privatisierung wasserversorgung.pdf

Bitte unterstützen Sie die europaweiten Bemühungen zur Beibehaltung der kommunalen Trinkwasserversorgung durch Ihre Unterschrift. Mehr dazu unter:

Initiative Right2Water

Falls Sie Online Probleme mit der Unterstützungsunterschrift haben sollten, steht hier ein Unterstützungsformular zum Download bereit:


http://ign-hanstedt.de/Unterstützungsformular.pdf



http://ign-hanstedt.de/PM_LK_Heidewasser.pdf


Hier der Kommentar und die Forderungen der IGN :

http://ign-hanstedt.de/PM_IGN_01_2012.pdf